Medwedew im Ragemode: Merz in den Sack stecken? Wenn der Venezuela-Bumerang zurückkommt!

[Kurze Durchsage]

Guten Morgen, liebe Lemminge und Freunde der gepflegten geopolitischen Schlammschlacht. Setzt euch, nehmt euch ’n Keks, aber verschluckt euch nicht.

Wir schreiben den 05.01.2026, die Welt brennt eh schon an allen Ecken, und was macht der Kreml? Der Ex-Präsident und aktuelle Chef-Troll vom Dienst, Dmitri Medwedew, hat mal wieder den Lautstärkeregler abgebrochen. Diesmal im Fadenkreuz: Unser aller Lieblings-Mittelstands-Millionär und Bundeskanzler Friedrich Merz.

Ihr dachtet, die Nummer mit den Spionageballons war irre? Haltet mein Bier.

„Hervorragende Wendung“: Merz als Geisel?

Was ist passiert? Medwedew hat der staatlichen Nachrichtenagentur TASS ein Interview gegeben. Und weil „normale Diplomatie“ so 2010 ist, hat er gleich mal laut darüber nachgedacht, ob man nicht einfach Friedrich Merz entführen sollte.

Kein Witz.

Der O-Ton ist Gold für jeden Zyniker: Eine Entführung von Merz – den er übrigens charmant als „Neonazi“ bezeichnet (das russische Standard-Label für alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist) – wäre eine „hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie“.

„Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden.“ – D. Medwedew.

Merkt ihr was? Er verkauft es fast schon als humanitäre Hilfsleistung für den genervten deutschen Wähler. Das ist Zynismus auf Endboss-Level.

Der Venezuela-Präzedenzfall: Danke, USA!

Jetzt kommt der Teil, wo es wirklich wehtut und wo die Heuchelei der „wertebasierten Ordnung“ uns allen ins Gesicht springt. Warum glaubt Medwedew, dass er sowas überhaupt sagen kann?

Weil der Große Bruder in Washington es vorgemacht hat.

Medwedew bezieht sich explizit auf das Vorgehen der USA in Venezuela (wir erinnern uns an die Nummer mit Maduro). Seine Logik ist so simpel wie brutal: Wenn die Amis Staatschefs einkassieren dürfen, weil sie ihnen nicht passen, warum dürfen wir das nicht auch?

Das ist genau das Problem, wenn man das Völkerrecht zur Serviette degradiert, sobald es den eigenen Interessen dient. Die anderen gucken sich das ab. Medwedew nennt das Kind beim Namen: Wenn die USA Maduro als „illegitim“ abservieren oder jagen wollen, schafft das einen Präzedenzfall.

Willkommen in der multipolaren Weltordnung, wo jeder jeden kidnappen will. Großes Kino.

Selenskyj steht auch auf der Liste

Und weil er gerade so schön in Fahrt war, hat Medwedew auch gleich noch in Richtung Kiew gebellt. Wolodymyr Selenskyj solle sich „bloß nicht entspannen“.

Das Argument aus Moskau: Selenskyjs reguläre Amtszeit ist vorbei. Dass in der Ukraine wegen des verdammten Krieges (den Russland angefangen hat, wir erinnern uns) das Kriegsrecht gilt und Wahlen ausgesetzt sind? Egal. Für Moskau ist er Freiwild. Der Westen misst hier mit doppeltem Standard, so der Vorwurf. Maduro böse und illegitim, Selenskyj gut und legitim. Aus russischer Sicht: Alles Bullshit-Bingo.

Fazit: Realität oder Rausch?

Ist das jetzt eine echte Bedrohung für Kanzler Merz? Medwedew meint, das Szenario habe „durchaus etwas Realistisches“. Nun, Medwedew ist im Sicherheitsrat. Der Mann hat Zugriff auf Knöpfe. Aber er ist auch derjenige, der seit Jahren die Rolle des „Bad Cop“ spielt, um Putin fast schon moderat wirken zu lassen.

Trotzdem: Die Rhetorik ist da. Die Hemmschwelle sinkt. Und wenn wir ehrlich sind: Die Erosion internationaler Regeln durch alle Großmächte führt genau dazu. Dass ein Ex-Präsident einer Atommacht offen darüber philosophiert, den deutschen Regierungschef wie einen Sack Kartoffeln nach Moskau zu schaffen.

Friedrich Merz dürfte das vermutlich nutzen, um den Verteidigungsetat nochmal um 100 Milliarden zu erhöhen. Win-Win für die Rüstungsindustrie, oder?

Wir beobachten das. Popcorn bereitstellen. Ende der Durchsage.

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