Der Plot: Farbbeutel vs. Rechtsstaat
Lachtränen-Alarm in Bremen. Die Schlagzeilen überschlagen sich: Das Wohnhaus des Bremer Verfassungsschutz-Chefs wurde mit farbgefüllten Christbaumkugeln beworfen. Ja, ihr habt richtig gelesen. Christbaumkugeln. Wir reden hier nicht von einer schmutzigen Bombe, nicht von einem Putschversuch (dafür müsste man wohl eher bei der AfD nachfragen), sondern von einem ästhetischen Redesign einer Fassade.
Aber die Reaktion? Als wäre gerade das Abendland untergegangen. Innensenatorin Eva Högl (SPD) faselt von einer „Grenzüberschreitung“. Die CDU schäumt. Die FDP sieht den „Rechtsstaat angegriffen“.
Die Fakten (die man zwischen den Zeilen lesen muss)
Was ist eigentlich passiert?
- Der Kontext: Vor kurzem flog eine V-Person in der linken Szene auf. Der Verfassungsschutz hat also mal wieder Steuergelder verbrannt, um Leute zu bespitzeln, während die echten Faschisten wahrscheinlich gerade in irgendeinem Hinterzimmer die nächste Deportationsliste schreiben.
- Der Kollateralschaden: Ein Auto einer Nachbarsfamilie wurde demoliert. Reifen kaputt, Scheiben eingeschlagen. Pro-Tipp an die Akteure: Wer Unbeteiligte trifft, liefert der Gegenseite die Munition frei Haus. Das ist nicht nur strategisch dumm, das ist Mist. Punkt.
- Die Instrumentalisierung: Aber jetzt kommt der eigentliche Witz. Högl nutzt den Vorfall sofort, um die Überwachung der linken Szene zu legitimieren. „Seht her, sie werfen mit Farbe, deshalb müssen wir sie komplett verwanzen!“ Merkste selber, oder?
Wer profitiert? (Cui bono?)
Schauen wir uns mal an, wer hier gerade am lautesten schreit:
- Die CDU (unter Kanzler Merz im Rücken): Marco Lübke und Wiebke Winter fordern sofort, dass man „nicht länger wegsieht“. Klar, wenn es gegen links geht, kann die Lupe gar nicht groß genug sein. Wenn es aber darum geht, die AfD endlich als das zu behandeln, was sie ist – eine verfassungsfeindliche Nazitruppe – dann ist man plötzlich sehr vorsichtig mit dem Wort „Beobachtung“.
- Die FDP: Marcel Schröder fordert ein „Bekenntnis zum Verfassungsschutz“. Seit wann ist eine Inlandsgeheimdienst-Behörde eigentlich ein säkularer Gott, dem man huldigen muss? Kritik am Geheimdienst ist Bürgerpflicht, kein „Angriff auf den Rechtsstaat“.
Der Verfassungsschutz-Witz
Wir leben im Jahr 2026. Die politische Rechte ist so radikal und vernetzt wie nie zuvor. Aber worüber diskutiert Bremen heute? Über Farbe an einer Wand.
Der Verfassungsschutz in Deutschland hat eine Erfolgsbilanz, die man normalerweise nur von maroden Start-ups kennt: NSU-Akten geschreddert, V-Leute, die die rechte Szene mit Staatsgeld erst aufgebaut haben, und eine chronische Blindheit auf dem rechten Auge. Aber wehe, jemand kritisiert die Enttarnung eines Spitzels – dann ist die „Grenze überschritten“.
Fazit für die SEO-Algorithmen (und denkende Menschen)
Wenn ihr wissen wollt, wie Repression funktioniert: Genau so. Man nimmt eine (zugegeben dämliche) Sachbeschädigung und bläst sie zum terroristischen Akt auf, um unliebsame politische Kritik mundtot zu machen.
Die bittere Wahrheit: Ein Verfassungsschutz, der sich mehr um sein Image und seine V-Leute sorgt als um die reale Bedrohung durch Faschisten in den Parlamenten, hat seine Existenzberechtigung verwirkt. Dass die Linke in Bremen den Angriff verurteilt, aber an der Kritik festhält, ist das einzig Vernünftige in diesem Irrsinn.
Wer Farbe an Wänden schlimmer findet als Nazis in Nadelstreifen, hat den Schuss nicht gehört. Oder er profitiert davon.
Nachtrag: Wer Zeugen sucht, sollte vielleicht mal beim Verfassungsschutz selbst fragen. Die haben doch angeblich überall ihre Ohren und V-Leute. Oder schauen die nur zu, wenn es ins Narrativ passt?
