Manche Nachrichten schlagen ein wie ein Komet in ein Güllebecken. Heute ist so ein Tag. Marco Bülow ist tot. Mit gerade einmal 54 Jahren. Während die Berliner Blase sich gegenseitig die Diäten erhöht und Lobbyisten die Klinke in die Hand gibt, ist in Dortmund ein Licht ausgegangen, das für etwas stand, was in der heutigen Politik seltener ist als ein funktionierendes WLAN in der Bahn: Rückgrat.
Wer war Marco Bülow? (Und warum ihr ihn kennen solltet)
Falls ihr die letzten 20 Jahre unter einem Stein gelebt habt: Bülow war nicht irgendein Hinterbänkler, der brav das Pfötchen gehoben hat, wenn die Fraktionsführung es befahl. Der Mann saß fast zwei Jahrzehnte im Bundestag. Erst für die SPD, dann als Fraktionsloser, am Ende für „Die PARTEI“.
Aber der Reihe nach. Bülow war gelernter Journalist – er wusste also, wie man Fragen stellt, die wehtun.
Der Bruch mit der SPD: Wenn das Gewissen nicht mehr mitspielt
2018 passierte das, was im Berliner Politikbetrieb als „politischer Selbstmord“ gilt: Er trat aus der SPD aus. Warum? Weil er die Große Koalition (GroKo) unter Merkel nicht mehr fressen wollte. Während andere für einen Staatssekretärsposten ihre Seele an die Autolobby verkauft hätten, sagte Bülow: „Nicht mit mir.“
Er hat das System von innen gesehen und laut ausgesprochen, was alle wussten: Der Parlamentarismus wird zur Fassade degradiert, wenn die Strippen im Hinterzimmer gezogen werden. Sein Buch „Lobbyland“ sollte eigentlich Pflichtlektüre in jeder Schule sein – oder zumindest in jedem Ministerium, als Mahnung.
Ein Kämpfer bis zum Schluss
Nach seinem Austritt machte er als fraktionsloser Abgeordneter weiter. Wer das mal beobachtet hat, weiß: Das ist politische Diaspora. Keine Ressourcen, keine Redezeit, kein Support. Aber Bülow hatte etwas, das man nicht kaufen kann: Glaubwürdigkeit. 2021 trat er für „Die PARTEI“ an. Klar, das war satirisch angehaucht, aber sein Kern war bitterernst. Er wollte zeigen, dass man Politik machen kann, ohne sich komplett zum Affen der Industrie zu machen.
Die traurige Wahrheit hinter der Fassade
Wie die Ruhr Nachrichten und der WDR heute am 30.01.2026 berichten, verstarb er nach langer, schwerer Krankheit. Mit 54. Das ist kein Alter. Das ist verdammt nochmal viel zu früh.
Sogar die Dortmunder SPD – die ihn nach seinem Austritt sicher nicht mit Rosen beworfen hat – muss heute durch Jens Peick eingestehen: Er hat entschlossen für eine bessere Welt gekämpft. Ja, ach was? Hättet ihr mal auf ihn gehört, als er noch da war!
Warum uns das alle angehen muss (SEO & Realität)
Marco Bülow war die personifizierte Antwort auf die Politikverdrossenheit. Er war der Beweis, dass man „da oben“ sitzen kann, ohne zu vergessen, wo man herkommt (Dortmund, Kohle, Stahl, echte Arbeit).
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- Faktencheck: 20 Jahre Bundestag, Austritt 2018, Tod mit 54 Jahren am 30.01.2026 bestätigt.
Fefe-Analyse: Das System Bülow war ein Bug im Getriebe des Berliner Lobby-Apparats. Er war der Sand, der die Zahnräder der Korruption zumindest kurzzeitig zum Quietschen gebracht hat. Jetzt ist dieser Sand weg. Und das Getriebe läuft wieder geschmierter als je zuvor. Ein schwarzer Tag für die Demokratie.
Fazit: Was bleibt?
Es bleibt die Erinnerung an einen Typen, der sich nicht hat verbiegen lassen. In einer Zeit, in der Politiker ihre Meinung schneller wechseln als ihre Unterwäsche, war Bülow eine Konstante. Er wird fehlen. Nicht nur Dortmund, sondern diesem ganzen verkrusteten Land.
Ruhe in Frieden, Marco. Du hast den Kampf verdient beendet. Wir übernehmen dann mal den Rest (oder versuchen es zumindest).
