Leute, haltet euch fest. Schnallt euch an. Macht euch einen starken Kaffee, oder besser gleich einen Schnaps. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat heute die Hosen runtergelassen, und der Anblick ist nichts für schwache Nerven.
Wir schreiben den 30. Januar 2026, und offiziell ist es jetzt amtlich: Deutschland hat die 3-Millionen-Marke bei den Arbeitslosen nicht nur geknackt, sondern mit Anlauf eingerissen.
Die nackten Horror-Zahlen
Wir liegen jetzt bei 3,085 Millionen offiziell gemeldeten Arbeitslosen. Das ist der höchste Stand seit fast zwölf Jahren (Februar 2014). Zum Mitschreiben: Das ist ein Plus von massiven 177.000 Menschen im Vergleich zum Dezember 2025. Die Quote? Hochgeschnellt auf 6,6 Prozent.
Und was macht Andrea Nahles, die Chefin der BA? Sie spielt Wetterfrosch. Das sei alles „saisonbedingt“. Es gäbe „wenig Dynamik“.
„Der Anstieg sei vorwiegend saisonal bedingt. […] Zum Jahresende laufen viele befristete Arbeitsverträge aus, und witterungsabhängige Branchen wie Bau, Landwirtschaft und Tourismus drosseln ihre Beschäftigung.“
Kurzer Realitätscheck: Ja, im Januar steigen die Zahlen immer. Das ist der Base-Effect. Aber wenn man den saisonalen Nebelkerzen-Werfer mal ausschaltet, bleibt eine knallharte Wahrheit übrig: Im Vergleich zum Januar 2025 (Year-over-Year) haben wir 92.000 Arbeitslose mehr. Das ist kein Wetter. Das ist ein Trend. Das ist eine Rezession, die sich in den Arbeitsmarkt frisst. Saisonalbereinigt ist die Zahl zwar „unverändert“, aber auf einem verdammt hohen Niveau stagniert es sich halt auch schlecht.
Die wahre Katastrophe: Bürgergeld und „Aufstocker“
Wer glaubt, die 3,085 Millionen seien das Problem, hat das Kleingedruckte nicht gelesen. Die wirkliche soziale Bombe tickt im Bürgergeld-Sektor.
Wir haben aktuell 3,826 Millionen erwerbsfähige Bürgergeldempfänger. Lest das nochmal. Fast vier Millionen Menschen, die theoretisch arbeiten könnten, aber am Tropf des Staates hängen. Und der eigentliche Skandal: In dieser Zahl verstecken sich Millionen sogenannte „Aufstocker“. Das sind Leute, die jeden Morgen aufstehen, malochen gehen, und deren Lohn so beschissen ist, dass sie trotzdem zum Amt rennen müssen, um zu überleben.
Das ist keine „soziale Hängematte“, das ist ein Marktversagen epischer Breite. Wenn Arbeit nicht mehr vor Armut schützt, ist der Sozialvertrag aufgekündigt. Punkt.
Jugendarbeitslosigkeit: Die „Generation Lücke“
Während die Politik permanent vom „Fachkräftemangel“ schwadroniert, sieht die Realität an der Basis so aus: Im Januar waren 64.000 junge Leute bei der BA als „ohne Lehrstelle“ gemeldet. 41.000 davon haben gar nichts. Keine Alternative, keinen Plan B, null. Und wir alle wissen: Die Dunkelziffer ist höher. Wer resigniert hat und sich nicht mehr meldet, taucht in dieser Statistik gar nicht auf. Wir leisten uns den Luxus, zehntausende junge Menschen direkt nach der Schule ins Nichts fallen zu lassen, während Handwerkspräsidenten im Fernsehen weinen, dass sie niemanden finden. Finde den Fehler.
Fazit
Wir sind zurück im Jahr 2014, aber mit schlechterer Infrastruktur und höheren Preisen. Die „saisonale Delle“ ist eine bequeme Ausrede für strukturelle Probleme, die seit Jahren ignoriert werden. Die 3-Millionen-Grenze ist gefallen. Wenn die Politik jetzt nicht aufwacht, wird der Frühling auch keine Besserung bringen.
Die Einschläge kommen näher.
